Himeji

Gestern war ich in Himeji

Sollte ein kurzer Ausflug werden. Also rein in den Shinkansen und los gehts. Es ist übrigens von Vorteil beim ersten mal Zeit mitzubringen. Orientierung an Bahnhöfen in Japan ist nix für schwache Nerven.

Wenn dein Zug weg ist, macht das nix in 10-20 min fährt der nächste Shinkansen.

img_20161109_101722

Raus aus dem Zug, den Schildern Himeji Castle gefolgt und vor dem Bahnhof stehen plötzlich keine Schilder mehr. Ich hab zwei Minuten gebraucht, um zu schnallen wo es hingeht.

img_20161109_102314

Einfach gradeaus laufen. 🙂

img_20161109_112634

img_20161109_123032

Das Schloss selber wurde ab 1300 in mehreren Ausbaustufen fertiggestellt, bis es ca. 1700 den finalen Stand erhielt. Es galt als uneinehmbar.

img_20161109_120259

Vorhöfe, Außenmauern – da kam keiner durch.

img_20161109_115635

Steile Treppen im Haupthaus.

img_20161109_115735

Die 8 Etagen oben im ‚Main Keep“ dem Haupthaus mussten ohne Schuhe zurückgelegt werden. Bei 13 Grad, viel Wind und kalten polierten Holzbrettern, schätze ich dass 50% in den nächsten 2 Tagen krank sind.

img_20161109_115544

Große Räume waren hier Standard.

Für nur 40 Yen mehr (30 cent) konnte man den Kokoen besuchen

img_20161109_145919

img_20161109_154805

img_20161109_152523

img_20161109_152610

img_20161109_145956

Japanische Gärten sind einfach toll.

So wurde aus dem „schnell mal die Burg anschauen und dann zurück“ auch wieder ein ganzer Tag.

Nara – Stadt der großen Schreine

Nara wurde im 8. Jahrhundert ausgewählt Hauptstadt zu werden. Um das zu unterstreichen fing man an Tempel und Klöster zu bauen. Trotzdem war Nara nicht lange Hauptstadt, man zog nach Kyoto um.

Der Touristenführer warnt schon mal, dass man auf Rentiere treffen kann.

img_20161108_101330

img_20161108_101434

Der ganze Park war voller Kekshungriger Rentierhorden. Die Kekse wurden zahlreich verkauft. Manche Rentiere waren aber im Wald mit seriöser Nahrungssuche beschäftigt. Verhungern wird da aber keines. Die Mädels sind mit Absicht auf dem Bild. Es waren hunderte Schüler, Kindergartengruppen und jede Menge Gajin ( Ausländer) unterwegs. Zeigt einerseits die Wichtigkeit. Anderseits fehlte das Flair, was man in Okinawa erleben durfte. Zu dem hat es den ganzen Tag heute durch geregnet. Auf Okinawa kam von oben kein Tropfen.

img_20161108_102143

Auf dem Weg zum Todaji-Temple gab es einige herbstliche Landschaften zu besehen.

img_20161108_104102

Leider war der Lichteinfall suboptimal. Aber der große da ist nicht zu übersehen. Der zweimal nach einem Brand wiederaufgebaute Buddha ist mit über 30 Metern höhe der Größte in Japan. Er war ursprünglich noch größer aber die abgebrannter Version Nummer eins führte zu einem Stastsbankrott, weil er aus Metall hergestellt ist. Die nachfolgenden Oberteile von Buddha ( der untere überstand den Brand jeweils) wurde gedchrumumpft.

Um die Götter milde zu Stimmen hat man auf das Haus in dem Budda sitzt zwei vergoldene Fischköpfe gesetzt. Das sollte Wasser und damit Schutz vor Feuer symbolisiersn. Heute wissen wir, dass wenn wir das höchste Gebäude der Stadt aus Holz bauen, kein Metall einfach oben drauf setzen. * Augen roll* 🙂

img_20161108_111436

Dann auf zum nächsten von 5 Schreinen/ Klöstern

img_20161108_124720

Im Inneren des Schreins gab es diesen Betraum. Leider gab es keine weiteren Beschreibungen.

img_20161108_132446

Meine Kneipe zum Mittag war wunderschön im herbstlichen Wald untergebracht.

Nach der Stärkung kam eine Art Kloster. Von diesem ging es in die Innenstadt wo weitere vier Schreine zu besichtigen waren.

img_20161108_160703

Schrein Nummer eins

img_20161108_160901

Schrein Nummer drei

img_20161108_111652

Es gab mehrer solcher Glückswände. Dort konnte man bei den Schreinen Wünsche aufhängen und dann 200 Yen spenden damit sie in Erfüllung gehen. Wer weiß was der Thomas sich gewünscht hat….;)

PS: Pokemon Go sagt, dass ich heute 6 km gelaufen bin, da ich nicht mal die hälfte der Zeit gespielt habe, bin ich heute wohl recht viel rumgelaufen.

Shikinaen Royal Garden

So ganz kann ich mich nicht von Naha verabschieden. Daher heute nochmal an den Stadtrand.

Der Royal Garten steht unter Unesco Weltkulturerbeschutz. Der Königliche Garten hatte die Erheiterung der chinesischen Gesandten zur Aufgabe und den Empfang von Gästen. Die chinesischen Gesandten brachten die Krone für die Krönung und blieben gern mal neun Monate auf der Insel. Sie brachten Handwerker, Künstler und Soldaten mit. So konnte Okinawa einen Kulturaustausch durchführen. Noch heute verstehen sich die Inselbewohner als Zentrum zwischen China, Korea, Japan und den Inselstaaten. img_20161107_092245

Große uralte Bäume säumen hier den Weg

img_20161107_092814

Ausblick vom Udun Palace. Im Hintergrund ist das Erholungszimmer. Man beachte den einsamen Storch. 🙂

img_20161107_093707

Udon Palace. 525 Quadratmeter Wohnfläche auf 15 Zimmer, Gänge, Kochstelle und Extras. Trotzdem alles relativ beengt da drin. Zudem hatte jedes Zimmer seine Bedeutung. Es gab den Eingang, den zweiten Eingangsraum, drei Unterhaltungszimmer, Teeraum und und und

img_20161107_093545

Zwei steinalte Brücke aus Kalkstein durchqueren den See.

img_20161107_100736

Schöne halbschattige Wege ziehen sich durch den Garten.

img_20161107_095138 der Beobachtungsturm von dem man nach Naha runterschauen kann.

Dann den richtigen Bus erwischt und ab in Innenstadt. Jetzt essen suchen und dann ab zum Flughafen.

Naha Klappe 2

Heute zum Sonntag war ich in zwei neuen Stadtteilen von Naha unterwegs. Erstens war ich in Orochimachi. Ich wollte zur Yamato Denki Elektronics, da mein Adapter leider nicht für den Laptop geht. Ich schreibe derzeit alles am Smartphone.

Orochimachi besteht aus Einkaufstempeln und Hotels. Gern wird hier der ein oder andere Tourist abgeladen. Das Sonntag ist, stört hier bei den Öffnungszeiten irgendwie keinen, genauso dass ein viertel des Elektroladens aus Hygieneartikeln, Nudelsuppen und Getränkeangebot besteht. Kannst den Kühlschrankinhalt gleich mitkaufen. Passenden Adapter habe ich nicht gefunden.

img_20161106_102024

Orochimachi Hauptstraße mit Einkauftempel Naha Main Place.

Dann bin ich wieder ins Altstadtviertel gewandert. Und siehe da in Tsubuya wird an diesem Wochenende gefeiert. Tsubuya ist das Töpferviertel.

img_20161106_125250

img_20161106_124940

Laden mit Töpferware.

Handgemachte Teller und Tassen ab 20 Euro das Stück. Es gab davon ca. 100 Läden mit unterschiedlichen Preisen und Qualitätsstufen.

Dazu kam noch das Pottery Museum, heute gratis. Aber alles in Japanisch beschriftet. (bis auf die Bedienungsregeln vom Klo^^, die waren in Englisch, japanisch und Chinesisch)

img_20161106_132945

Altes Behältnis im Museum

img_20161106_132952

Uralte Haus Abbildung.

Dann gab es noch den Auftritt der Hawaimädels.

img_20161106_142128

Habe leider nicht verstanden warum die auftreten. Kulturaustausch wäre möglich.

img_20161106_142947

img_20161106_144253

Der tradionelle Umzug darf aber auch nicht fehlen.

Anschließend bin ich Suppensymbolen in schmalen Gassen gefolg und habe in wunderschöner Atmosphäre handgemachte Okiwan Soba ( Rahmen) gemampft. Meine Stäbchenkünste sind übrigens immer noch recht bescheiden.

img_20161106_152347

Daneben stand mein Tisch

img_20161106_152357

Blick in die Suppenbar 🙂

Vor dem Hauptgebäude der Touristeninfo gab es dann noch ne Tanzkombo mit moderner  Animemusik.

img_20161106_170858

Das war ein Shinobitanz zu Narutomusik. Der Rest war wieder mit Trommeln.

Den Abend habe ich mit der Coin Laundry gefüllt und das erste Mal Wäsche gewaschen. Es kann nun nach Osaka gehen. Morgen ist Reisetag. Das beschaulichen Okinawa wird nun der Großstadthektik weichen.

Übrigens heute gefunden:

img_20161106_162113

Okinawa World

Es gibt einen Freizeitpark auf Okinawa. Der ist die Touristenfalle schlechthin. Und ich war heute dort.

Bus Nummer 54 oder 83. Eine Stunde fahren, während die Tafel den Fahrpreis immer weiter erhöhte. Es gibt vorne einen Monitor, da steht die Nummer der Station, wo du einsteigst 1-48  und welcher Preis seit deinem Einstieg aufgelaufen ist. Mit jedem Tarifbezirk steigen die Preise.

Mit 580 Yen Fahrpreis nun in den Park. 1650 Yen Eintritt. Ihr seht, das wird nicht der günstigste Tag.

Für 800 Yen vom Eintritt darf man in den Cave. 300 für den Habu Park und der Rest für Oki World selber. Hinzu kommen 1300 fürs Buffee und 1100 für Fotos. Möglich gewesen wären noch 500 für Fotos im Kimono, 1000 fürs Bratsche spielen lernen, 2000 fürs Glas blasen. 700 für Lehmbasteleien. 500 für Doktorfische, 500 für ein 4D Kino, 700 für Malereien und tausende fürs Souveniers. Z.b gab es eine Lampe handgeblasen aus Glas und Holz in Glockenform für 96.000 Yen. Das sind knapp 900 Euro. Wers hat…konte sich in einem der vier Souvenierjobs eindecken, die man im Park durchqueren musste um zum nächsten Abschnitt zu gelangen. ( Busfahrt zurück nicht vergessen beim Einkaufen)

Ich bin mit knapp 50 Euro heute weggekommen. Japan ist teuer. Hört sich nicht viel an aber Hotel kommt noch hinzu.

Zum Park selber: Zum Anfang kommt man in den Cave. Es ist eine Tropfsteinhöhle. 90% Luftfeuchte. Yammi. 850 Meter Weg.

Tief runter geht es.

img_20161105_093816

Ein paar Stalaktiten von oben und Stalagmiten von unten.

img_20161105_094029

Hier fließen zwei Unterbergebäche zusammen.

img_20161105_100027

Dieser bescheidene Bursche ist aus mehreren Stalaktiten zusammen gewachsen und bildet nun ein riesigen Zapfen aus. Es ist sehr selten und der größte in ganz Japan. Die Natur hat mehrere hunderttausend Jahre an ihm gearbeitet dafür.

img_20161105_100851

Nach dem Cave gab es einen kleinen Früchtegarten. Ich habe keine Ahnung was da dran hängt.

img_20161105_102214

Das ist Glasbläserstation.

img_20161105_110605

Danach ging es zum Eisa Tanz. Erstens habe ich das oft gesehen auf den Festivals und zweitens durfte man keine Fotos machen. 🙁

Dann Buffet. Essen soviel man will für 1300 Yen, war doch fair. Unglaublich was die Japaner spachteln, wenn es dann gratis ist. Ich konnte nicht mithalten.

Daher gestärkt auf zum Habu Park. Habu ist die einheimische Schlangenform auf den Inseln um Okinawa. Sie ist leider giftig und es kommt ca. Zu 200 Bissen pro Jahr und leider ein paar Toten. In Naha lebt sie aber eher nicht.

img_20161105_133640

Im Habupark kann man diese in Wasserschlangenform Parkals Landschlange live beobachten. Der Park gibt Auskunft über die Anatomie der Schlange. Erforschung des Giftes, Umgang bei Bissen, Einrichtung seines Gartens auf Okinawa und anderem Kram.

Zu sehen gibt es dann noch Schildkröten, Fledermäuse, große Landschildkröten und ein Mongo. Der durfte in der Schlangenshow ein Wettrennen gegen eine Habu machen. Der Mongo gewann locker.

In der Show wurden die Schlangen live vorgeführt und von den Besuchern bestaunt. Zum Schluss konnte man noch eine Boa streicheln.

img_20161105_143443